Seiten

.

.

Montag, 16. Dezember 2013

Ko Lipe & Ko Lanta / Thailand

Leck mich am Arsch. Sorry für den Ausdruck. Wieviele Paradise gibt es eigentlich auf diesen Planeten? Eine Frage, die ich nicht beantworten kann, denn mir ist die Kinnlade einmal mehr hinuntergefallen und ich bin sprachlos. Das geht echt auf keine Kuhhaut. Aber ich bin da. Ja, ein weiteres Paradies und ich war da :) Wenn ihr diese Bilder wieder seht... Der eine wird mich langsam aber sicher verfluchen, andere werden sprachlos sein, dass ich "schon wieder" auf so einem surrealen Fleckchen Erde unterwegs bin und wieder Andere werden ihren Job kündigen, die Wohnung aufgeben, ein Flugticket buchen und hierher kommen.

Ich muss jetzt allerdings noch etwas nachtragen, da ich es im letzten Post vergessen hatte. Nach meiner Kollision mit dem Affen musste ich natürlich meinen Scooter am Abend wieder zurückbringen. Ich bereitete mich schon darauf vor, dass ich wahrscheinlich im schlimmsten Fall mehrere 100 Euro and die Mietfirma bezahlen muss, denn der Scooter hatte ja schon einiges abbekommen. Ich spare mir ja immer gern das Geld für Versicherungen. Das ironische ist, dass am Tag mich Rachel noch überzeugt hatte eine Versicherung für 10 Ringit (2,50€) abzuschließen. Als ich nun an diesem Tag allein den Scooter auslieh, war ich natürlich voller Überzeugung, dass schon nichts passieren würde und ich verzichtete auf eine Versicherung. So brachte ich also den Scooter zurück zum Geschäft ohne Versicherung. Nach einer Begutachtung, kam dann der Schadensbericht. Die Kratzer haben die schon mal gar nicht interessiert. Für Spiegel und Fusspedale sollte ich je 25 Ringit zahlen. Das wars??? Ja, ich musste 50 Ringit (12 €) für den Schaden zahlen. Ohne Überlegung bezahlte ich 50 Ringit. Mit nur 50 Ringit aus dieser Sache und ohne Versicherung herauszukommen, war mal wieder Glück vom Feinsten. 

Am 7. Dezember brach ich dann also wieder auf. Es war mein letzter Tag in Malaysia und gleichzeitig ging es auf in ein neues Abenteuer. Mein Ziel ist das wohl bei Touristen am beliebteste Land in Südostasien: Thailand. Ich habe mich schon so darauf gefreut nach Thailand zu kommen. nach Allem, was ich bis jetzt schon gehört habe, muss Thailand einfach nur unglaublich toll sein. Selten habe ich von Leuten Negatives über Thailand gehört. In Thailand gibt es anscheinend Alles, was das Herz begehrt. Ich habe schon irgendwie das Gefühl, dass meine Reise durch Thailand noch einmal die absolute Krönung wird.

Meine Entscheidung fiel zunächst nach Ko Lipe zu fahren. Es ist eine kleine Insel ca.70 Kilometer vor der thailändischen Westküste in der Andamanensee, direkt hinter der Grenze zu Malaysia. Wir sind dann morgens auf Langkawi zunächst in eine kleines Immigrationsbüro gefahren, um mein Pass auszustempeln. Dann ging es auf die Fähre. Die Fahrt dauerte nur 1 Stunde, aber die Fahrt war mir nicht so angenehm, da ich noch ganz schön verkatert war, weil ich mit Yanise am Abend zuvor noch ausgegangen war. Und dann schlägt mich Mutter Natur doch glatt wieder voll ins Gesicht. Eigentlich wollte ich auf Ko Lipe mein Thailandabenteuer langsam anfangen, aber das mir Thailand da gleich so ein Goldstück präsentiert, hätte ich nicht gedacht. Ko Lipe ist in etwa so groß wie Gili Trawangan, wo ich auf Bali war. Vielleicht sogar noch ein wenig kleiner. Auch die Hauptstraße ist mal wieder gesäumt von Restaurants, Bars und Souvenirshop. Alles natürlich verkleidet im inseltypischen Bambus- und Naturproduktelook. Strände, Palmen, Sonne nicht zu vergessen. Insgesamt, kann man sich Ko Lipe schon so vorstellen, wie Gili T und El Nido auf Palawan. Allerdings hat Ko Lipe noch ein Ass im Ärmel. Die Strände waren noch einen Tick besser als in El Nido und Gili T. Es waren zwar nicht die besten Strände auf meiner Reise, aber sie sind definitiv eine der besten Strände auf meiner Reise und die besten Strände, die ich in längerer Zeit gesehen habe. Das war mal wieder wie auf Wolke 7. Gleich mein erster Ort in Thailand schlägt schon ein wie eine Bombe. Na wenn das so weiter geht, werde ich Thailand wohl nie verlassen. Meinen offiziellen Einreisestempel gab es übrigens in einer kleinen Bambushütte. Das geilste Immigrationsbüro, dass ich bis jetzt gesehen hatte.
3 Tage habe ich hier verbracht. Auf Ko Lipe kann man jetzt nicht wirklich viel machen. Es ist ein reiner Aufenthalt bestehend aus Strandbesuchen, kulinarischen Köstlichkeiten, Massagen, Barbesuchen und/oder Schnorcheln/Tauchen. Aber genau das habe ich 3 Tage lang einfach nur genossen. Als ich dann immer so an den Stränden lag, ist mir eines aufgefallen. Andere Leute sparen ihr ganzes Jahr, um ihren Jahresurlaub hier im Paradies verbringen können. Und ich? Ich komme hier einfach mal auf einen Abstecher vorbei, weil es mir gefallen "könnte" und musste für meine 3 Tage auf Ko Lipe gerade einmal 2 Tage in Australien arbeiten gehen. Wie ist das möglich? Das Backpackerleben macht es möglich. Irgendwie denkt man sich, es ist unfair, dass andere Leute ein ganzes Jahr sparen, um hier her zu kommen und ich komme einfach nach über 2 Jahren Urlaub hierher und darf genau wie jeder andere Tourist am Strand liegen, Bierchen trinken und Sonne tanken. Eigentlich kann ich den Aufenthalt hier sogar noch mehr als diese Leute genießen, die sich eine teure Pauschalreise geleistet haben. Denn wenn es regnet, verlängere ich einfach meinen Aufenthalt und warte auf Sonne, während die Pauschalreisenden immer zorniger werden, weil sich ihre Investition in einen paradiesischen Urlaub nicht auszahlt. Sie wissen ja genau, egal was kommt, sie müssen in ein paar Tagen wieder abreisen. Es ist schon witzig, dass andere Touristen hier das 20-fache am Tag ausgeben von dem, was ich ausgebe und letztendlich stehen mir die gleichen Möglichkeiten zur Verfügung Ko Lipe zu genießen und habe vielleicht sogar noch den viel besseren Urlaub. Arme Schweine :D Jeder sollte ein Backpacker sein. 
Aber nein im Ernst, wenn ich die ganzen Touristen hier sehe, die sich das ganze Jahr darauf freuen hier her zu kommen und dafür auch ohne Bedauern viel Geld in die Hand nehmen, dann schätze ich mich so glücklich, dass ich überhaupt hier sein darf, denn eigentlich habe ich dafür ja nicht mal etwas tun müssen bzw. musste ich 2 Jahre Urlaub davor machen haha. Und der ganz große Unterschied ist, ich weiß mein Urlaub geht nach Ko Lipe noch weiter. Die Anderen wissen genau, sie kehren nach 2 Wochen in den Alltag und auf den Bürostuhl zurück. Tja mein Leben ist halt einfach saugeil :) Kein Zeit- und Geldlimit zu haben ist die absolute Freiheit und fühlt sich tausendmal besser an als eine 2-wöchiger Urlaub im Paradies.

Eigentlich bin ich bis jetzt ja auch nicht so der Feinschmecker auf meiner Reise gewesen. Das Wichtigste ist immer, dass ich satt werde und das zu einem relativ günstigen Preis. Eine Geschmacksexplosion im Mund brauche ich jetzt nicht unbedingt. Aber hier auf Ko Lipe war es anders. Da konnte selbst ich nicht nein sagen. Das erste Mal habe ich die originale Thaiküche versucht. Und Thaiessen ist einfach wie von einer anderen Welt. Dieses Essen ist der Hammer. 3 Tage lang habe ich thailändische Currys auf dem Menü hoch und runter gegessen. Dieses Essen ist einfach magisch. So leckeres und geniales Essen haben ich selten zuvor gehabt. Aber jetzt müsst ihr euch diese Bilder anschauen. Und nein, die sind wirklich echt und nicht photogeshoppt.







Pattaya Beach






Sunrise Beach









Mein Aufenthalt in Ko Lipe war der perfekte Einstand für Thailand. Besser kann sich ein Land einfach nicht vorstellen. War ich noch froh in Malaysia am Ende ein richtiges Highlight gehabt zu haben, packt Thailand gleich am Anfang einen richtigen Kracher aus. Ich hoffe, dass es so weiter geht. Leider leider hatte ich ja schon auf Langkawi gemerkt, dass da eine Erkältung im Anmarsch ist. Am Ende in Ko Lipe hatte ich schon nervigen Husten. Ich hoffte nur, dass es schnell wieder besser wird. 

Am 10.Dezember bin ich dann wieder aufgebrochen. Mein nächster Stop war Ko Lanta, eine weitere Insel weiter nördlich an der Westküste Thailands. Es war eine anstrengende und lang Fahrt. Es ging zurück auf das thailändische Festland und dann mit dem Minibus über Trang nach Ko Lanta. Nach 2 Minibussen, 3 Fähren und 10 Stunden war ich endlich angekommen. Am nächsten Morgen ging nichts mehr. Die Nase lief ununterbrochen und ich fühlte mich schlapp. Eine Erkältung ist natürlich immer nervig auf Reisen. Ich bin also in die Apotheke und habe mir haufenweise magische Substanzen gekauft, um schnell wieder fit zu werden. Wie ironisch, dass ich aus der Pharmaindustrie komme. Heute bin ich zu meinem besten Kunden geworden :D Ich fühlte mich zu schlapp, um irgendetwas zu tun. Ich habe mich also nicht aus dem Hostel bewegt. Das gab mir aber etwas Zeit, um meine nächsten Schritte zu planen. Immerhin steht Weihnachten, Sylvester und mein Geburtstag vor der Tür. Dann gibt es da ja noch die weltberühmte Fullmoonparty auf Ko Phangan jeden Monat und vor der Westküste Thailands warten einige der Top 10 Tauchplätze der Welt auf mich. Außerdem wartet da auch noch ein magischer Moment auf mich, über den ich im nächsten Eintrag schreiben werde. Alles in Allem wartet da eine Reihe spannungsgeladener und aufregender Momente auf mich. Das wird ein goldener Dezember und Januar werden, den ich so schnell nicht vergessen werde. Kennt ihr diese Vorfreude auf Momente, wo ihr wisst, dass es unvergesslich wird. Ich freue mich schon wie ein Schneekönig. Wenn ihr meine genaueren Pläne weiter unten lest, dann werdet ihr verstehen, was ich meine.

Am Nachmittag habe ich mich dann doch noch aus dem Hostel gehieft und mir dann die Hauptstadt von Ko Lanta, Saladan, und die Strände etwas näher angesehen. Auch ein paar Angebote frs Tauchen habe ich mir eingeholt. Am nächsten Tag habe ich mir dann einen Scooter ausgeliehen und bin ein wenig über die Insel gefahren. Ich bin in den Ko Lanta Nationalpark gefahren, wo es einen Leuchtturm und Strände zu sehen gab. Immer wieder konnte ich an langezogenen, weißen Sandstränden Halt machen. Dann habe ich noch das älteste Fischerdorf von Ko Lanta besucht. Insgesamt war jetzt Ko Lanta nicht super spektakulär. Was mir aber gut gefallen hat, waren die langen, einsamen Strände. Ko Lanta ist nicht so touristisch und mit etwas Glück kannst du deinen eigenen Strand haben. Ko Lanta ist der perfekte Ort, um einfach zu entspannen. Dennoch würde ich Ko Lanta eher für Familien und Pärchen empfehlen. In Saladan kann man an der Hafenpromenade über Wasser gut speisen und shoppen. Da ich ja die Erkältung hatte, war Ko Lanta perfekt, um mal 2 Tage zu relaxen und wieder Energie zu tanken.

Saladan



Strände, Strände und nochmals Strände




Ko Lanta Nationalpark





Old Lanta Town



 Alles was man zum Leben braucht :)



Eigentlich wollte ich ja Tauchen gehen. Mit der Erkältung wurde es allerdings nichts. So musste ich ein wenig umplanen. Und jetzt erzähle ich Euch mal wie mein Masterplan für die nächsten Wochen aussieht. 

Plan 1
Da ich jetzt nicht Tauchen kann werde ich morgen (13.Dezember) abreisen und zu einem anderen Ort X fahren, wo ich etwas ganz Wichtiges erledigen muss. Wie gesagt, dazu mehr im nächsten Eintrag.

Plan 2 
Ich muss die Umstände an Ort X auschecken. Im besten Fall werde ich am 20.Dezember von Ort X nach Ko Lanta zurückkehren, da ich hier ein unschlagbares Angebot bekommen habe. 7 Tage geht es auf ein Boot zum Tauchen. Das Boot wird die gesamte Andamanenküste entlang reisen und wir werden 7 Tage nichts anderes machen als Tauchen. Insgesamt 22 Tauchgänge an einigen der besten Tauchorte Südostasiens (Hin Daeng, Hin Muang, Ko Haa, Ko Phi Phi, Similan Islands, Surin Islands, Richelieu Rock). Ich werde also Weihnachten beim tauchen auf einem Boot verbringen. geil, oder? Da der Besitzer sein Boot wohl nicht vollbekommen wird, hat er mir ein super Angebot gemacht und obendrauf könnte ich noch meinen Nitrox-Tauchschein an Bord machen. Es wird eine der teuersten Investitionen auf meiner Reise sein. Insgesamt um die 1000€. Aber man gönnt sich ja sonst nichts ;) Das würde einmalig sein!

Plan 3
Das Tauchboot könnte mich am 27.Dezember auf Ko Phi Phi herausschmeißen. Ihr habt bestimmt schon von Ko Phi Phi gehört oder? Wenn nicht, googlet einfach mal die Bilder. Richtig, an diesem Ort würde ich dann Sylvester feiern. Geht es denn noch besser?

Plan 4
Nach ein paar Tagen in Phuket würde ich dann nach Ko Tao aufbrechen. Ko Tao ist Tauch- und Partyhochburg für Backpacker. Dort würde ich dann meinen Geburtstag verbringen. 

Plan 5
Am 15.Januar findet die erste Fullmoonparty des Jahres auf Ko Phangang statt. Das wäre der ideale Ort für eine After-Geburtstagsparty. 

Oh, wenn ich das so lese, bekomme ich schon wieder Gänsehaut. Hinzu kommt, dass mir mittlerweile schon 6 Personen auf Facebook geschrieben haben, dass sie auch in Thailand sind. Die Wahrscheinlichkeit Sylvester, Geburtstag und Fullmoonparty mit Freunden zu verbringen ist also relativ hoch. Was für ein Abschluss des Jahres und was für Start ins neue Jahr. Klingt doch gut, oder? Lasset den goldenen Monat beginnen :) Ihr hört von mir aus Ort X...

PS: Kann gar nicht glauben, dass ich diese Bilder oben geschossen habe. Ist das echt???? :D

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Langkawi / Malaysia

Na also es geht doch. Da habe ich den Trip durch Malaysia schon fast beendet und dann kommt da doch noch ein Prunkstück zum Vorschein. Penang war echt ein guter Ort, um andere Backpacker zu treffen. Und immer wieder stellt man fest. Mensch, wir haben die gleichen Pläne. So kam es, dass ich mit Ryan aus England, Jeremy aus Frankreich, Rachel aus Australien und Maartje aus Holland gemeinsam auf die Insel Langkawi aufgebrochen bin. Nach einer 6-stündigen Fahrt auf einer Fähre sind wir angekommen. Langkawi liegt im äußersten Norden Malaysias vor der Westküste. Es ist ein Katzensprung von hier aus nach Thailand. Die einzig größere Stadt ist Kuah. Unsere Unterkunft war allerdings ein wenig außerhalb. Nach den bisherigen Erfahrungen in Malaysia, hatte ich keine zu hohen Erwartungen. Und das Wetter hat die ersten 3 Tage nicht wirklich mitgespielt. Regen, Wolken, Regen. Aber wie das immer so ist. Mit den richtigen Leuten lässt man sich nicht unterkriegen von schlechtem Wetter. Wir sind immer gemeinsam Essen gegangen, haben abends ein wenig getrunken und hatten an sich echt viel Spaß miteinander. Auch Yanise habe ich auch schon wieder getroffen. Dieses Mal war es aber beabsichtigt und kein Zufall.

Auf gehts Reisegruppe


Unsere Unterkunft


Das können wir am Besten: Nichtstun


 Am dritten Tag war das Wetter zwar auch noch nicht schön, aber wir wollten trotzdem etwas machen. Mit Rachel habe ich mir dann einen Scooter gemietet und wir haben die Insel erkundet. Wir sind zu einem Wasserfall gefahren und haben uns ein paar verschiedene Strände angesehen. Zum Schluss ging es zum Gunung Raja, dem höchsten Berg auf Langkawi mit 900m. Gesehen haben wir allerdings nichts. Es war wie das Ende der Welt. Man konnte vielleicht 5-10m weit sehen. 






Am nächsten Morgen sind alle anderen abgereist. Als ich dann aufgestanden bin, kam ich aus dem Zimmer und konnte meinen Augen kaum glauben. Sonnenschein. Der ganze Himmel war blau. Das musste ich nutzen. Ohne lang zu überlegen, habe ich mir dann gleich nochmal einen Scooter gemietet. Wie schade für die anderen, dass sie genau an dem Tag, wo die Sonne herauskam, abgereist sind. Und dann hat sich mir das wahre Langkawi gezeigt. Wundervolle, grüne, weite Landschaften. Berge im Hintergrund und die Strände sind auch definitiv besser als was ich bis jetzt von Malaysia gesehen hatte; wenn auch sie nicht zu den besten zählen, die ich gesehen habe. Meine erste Station war nochmal der Gunung Raya. Und an diesem Tag konnte ich wirklich die gesamte Insel überblicken. Man konnte sogar die ersten Inseln auf thailändischer Seite bereits sehen. 



Am Tag zuvor


Am Tag danach





Auf meinem Weg hinunter passierte dann mal wieder etwas sehr Seltsames. Ich komme gerade um die Kurve mit gut 60 Sachen, da sehe ich auf einmal 2 Affen aus dem Busch auf die Straße springen. Dumm wie Tiere natürlich manchmal sind, bleiben die doch tatsächlich mitten auf der Straße stehen. Der Eine glotzt mich an. Ich starre zurück an und versuche ihm telepatisch zu vermitteln sich von der Straße zu bewegen. Der Affe ist natürlich so dämlich, er denkt, er könnte den Scooter besiegen und glotzt mich weiter neugierig an. Mir war bereits bewusst, dass es zu spät war, dem Affen auszuweichen. Alles was ich machen konnte, war versuchen so weit wie möglich abzubremsen und zu beten, dass der Affe vor der Kollision doch noch von der Straße springt. Er sprang nicht von der Straße. Ich hebte ein wenig ab und der Scooter startete zu schlingern. Ich war irgendwie nur noch halb auf dem Scooter, meine Hände immer noch an Bremsen und meine Schuhe versuchten auf dem Asphalt zusätzliche Bremswirkung zu erzielen. Aber es half nichts. Ich musste loslassen. Ansonsten wäre es womöglich noch schlimmer ausgegangen. Der Scooter rutschte vor mir schön auf der Straße entlang. Ich selbst  landetet bei gut 30 km/h auf meinem Hinterteil und rutschte ein wenig den Asphalt entlang. Danach noch eine gekonnte Rolle und dann saß ich da. Meine erste Minute verbrachte ich damit den Affen zu verfluchen und ihn mit den schlimmsten Wörtern überhaupt zu betiteln. Dann aber habe ich mich beruhigt und war schlußendlich so froh, dass mir nichts Schlimmes passiert ist. Nach weitere Begutachtung ermittelte ich dann die Schäden. Neben Kratzern auf der ganzen rechten Seite am Scooter habe ich einen Spiegel verloren und die Fußraste ist abgebrochen. Weitere Schäden an mir: Zwei blutige Finger, Kratzer am linken Bein und ein Kratzer am Hinterteil. Materielle Schäden an mir. Zwei kaputte Schuhe und Löcher in meiner Hose und Unterhose. Ja Teile meiner Sohle hat es zerfetzt und bei der Asphalt hat doch tatsächlich Löcher in meine Hose und auch in meine Unterhose gerissen. Aber hey, nochmal. Wenn interessiert ein zerkratzter Scooter, kaputte Schuhe, zerfetzte Hosen und ein paar Kratzer. Ich war OK. Und letztendlich war das das Wichigste. Und ich habe eine weitere Geschichte zu erzählen ;)
Mechanisch lief der Scooter einwandfrei. Also, Unfall abgehakt, mache ich doch einfach weiter mit meinem Trip. Einen Umweg musste ich dann aber doch machen. Da meine Finger bluteten und recht dreckig waren, entschied ich mich zuerst nach Kuah zu fahren, mir ein wenig Verbandszeug in einer Apotheke zu besorgen. Erste Hilfe für mich selbst geleistet; weiter gings. Ich habe dann noch einen weiteren Wasserfall besucht und bin dann zur Attraktion Langkawis gefahren. 






Eine Seilbahn, die dich bis auf 700m herauf bringt. Dort angekommen, hatte ích mich zunächst gleich wieder von der Idee verabschiedet, da die Schlange so lang war, dass man mindestens 1,5 Stunden anstehen musste. Allerdings wurde mir dann freundlicherweise gesagt, dass man als Einzelperson die Expressschlange nutzen kann, da man dort Einzelpersonen nutzt, um die Gondel aufzufüllen, sollten noch freie Plätze sein. Während andere 1,5 Stunden warteten, durfte ich bereits nach 5 Minuten in eine Gondel steigen. Allein zu reisen hat doch manchmal einen Vorteil. Die Aussicht von oben war natürlich sensationell. Da lasse ich einfach die Bilder sprechen. Auf dem Weg hinunter gab es doch tatsächlich auch wieder eine Schlange. Grinsend zog ich allerdings in der Expresschlange an allen vorbei :D 











Die Skybridge war leider geschlossen




Langkawi war wirklich schön. Es ist der einzigste Ort den ich uneingeschränkt in Malaysia auch anderen Reisenden empfehlen würde. Die Insel hat echt Einiges zu bieten. Hinzu kommt, dass Langkawi steuerfrei ist (duty free). Viele Sachen bekommt man also schon für den halben Preis als im Rest Malaysi. Langkawi hat mir echt gut gefallen. Dennoch freue ich mich schon riesig nun endlich nach Thailand zu kommen. Irgendwie fühlte ich aber schon seit unserer Anreise in Langkawi, dass da irgendwie eine Erkältung im Anmarsch ist. Ich habe ein wenig Husten bekommen. Aber ich habe gehofft, es würde wieder verschwinden. Also ihr hört von mir aus Thailand.