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Dienstag, 27. November 2012

Karijini Nationalpark

Ich bin so froh, dass ich mich entschieden habe noch die Westküste herunter zu reisen. Was es hier zu sehen gibt, ist einfach überragend. Australien überrascht mich jedes Mal wieder aufs Neue. Am 19.November habe wir uns auf den Weg Richtung Perth gemacht. Keesie aus dem Hostel hat mir zum Abschied sogar noch einen Drachen geschenkt. Unser erstes Ziel war der Karijini Nationalpark. Ein langer Weg. Am ersten Tag ging es über 600km nach Port Hedland. Dies war die langweiligste Strasse, die ich bis jetzt in Australien gesehen habe. Flaches Land, ein wenig Busch und sonst Nichts. Port Hedland selbst ist eine absolute Industriestadt. Jeder Zweite arbeitet hier glaube ich im Bergbau. In Port Hedland haben wir dann übernachtet und am nächsten Tag ging es weitere 300km landeinwärts zum Karijini Nationalpark.
Ich sage Euch, was ich hier erlebt habe, verschlägt einen gleich wieder die Sprache. 4 Tage haben wir hier verbracht und der Karijini NP findet definitiv einen Platz unter den Top 3 hier in Australien. Ich kann es nicht beschreiben. Ihr müsst Euch einfach die Bilder anschauen, um zu verstehen, wie traumhaft schön es hier ist.
Als wir angekommen sind haben wir einen Abstecher zur Dales Gorge und den Circular Pool gemacht, wo wir uns auch gleich eine Abkühlung genehmigt haben. Es war unglaublich heiß. Immer um die 40°C. Außer in den Schluchten gab es auch nicht wirklich Schatten. Nach einer Nacht im Camp ging es den nächsten Tag weiter in die Kalamina Gorge. Danach ging es zurück zur Dales Gorge, dieses Mal allerdings zu den Fortescue Falls. Der Ausblick, der sich uns auf dem Weg oberhalb der Schluchten geboten hat, war einfach wunderschön.

Dales Gorge - Circular Pool


Kalamina Gorge



Dales Gorge - Cliff Walk




Dales Gorge - Fortescue Falls


Am nächsten Morgen haben wir dann unser Lager in das Karijini Eco Retreat verlegt, eine Art Wildniscamp. Unsere nächste Wanderung ging zur Knox Gorge und Joffre Gorge. Atemberaubend.

Knox Gorge



Hier war der Weg leider zu Ende ...


... und der Weg dahin war nicht immer einfach.


Joffre Gorge


Dann folgte das Highlight unseres Trips in den Karijini NP: Die Hancock Gorge. Zunächst war der Weg nicht wirklich anders als die anderen Wanderwege. Dann wurde die Schlucht aber immer enger und am Boden floss ein Bächlein. Wir mussten teilweise schwimmen, um weiter zu kommen. Teilweise mussten wir wie Spinnen in der Schlucht unseren Weg bahnen. Nicht umsonst, wurde hier ein Teilstück auch Spider Walk genannt. Aber schaut Euch einfach die Bilder an. Am Ende wartete ein unheimlich spektakuläres Schwimmbecken inmitten von roten Felswänden.

Hancock Gorge


Der Spider Walk ...


... war ganz schön anstrengend bei 40°C ...


... aber was für ein Spektakel :)




Es ging weiter zum Oxer Lookout. Von hier hatte man einen überragenden Ausblick auf die Schluchten, wo 4 verschiedene Flüsse aufeinander treffen.



Am letzten Tag sind wir dann schließlich noch in die Weano Gorge gegangen. Sie war nicht ganz so dramatisch wie die Hancock Gorge, aber auch hier boten sich uns Eindrücke, die unvergesslich sind.




Wer den Karijini Nationalpark nicht mitnimmt, ist selber  schuld. Hier trifft einfach alles aufeinander. Farbenfrohe, dramatische Natur und Action, wie Klettern, Schwimmen und Wandern. Ein absolutes Muss für mich entlang der Westküste. Den weiten Weg war es auf jeden Fall wert. Und ich habe das Unfassbare geschafft. Dieses Mal waren die Wege echt hart und die Gefahr war groß, aber ich habe meine Kamera nicht ins Wasser geschmiessen ;)
 
Übernachtet haben wir dann im 50km entfernten Tom Price. Wir waren so froh – auch wenn es nur eine sehr kleine Stadt war – endlich wieder in einer Stadt zu sein. Es gab keine Lebensmittel und auch kein Trinkwasser im Karijini NP, so dass wir echt 4 Tage lang ein wenig wie im Survivalcamp gelebt haben. Selbst eine eiskalte Dose Coca Cola wird dann schon zum echten Genuss :) Auf dem Caravanpark in Tom Price haben wir dann ein paar Australier getroffen, die uns in den Pub in der Stadt eingeladen haben. War ein lustiger Abend. Und ich habe das erste Mal ein wenig Geld auf Hunde- und Pferderennen gewettet. Gewonnen? Fehlanzeige. Aber es war ja auch nur just for fun.

Tom Price - Mount Nameless
Der höchste Berg in Western Australia


Tom Price


Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Exmouth

1 Kommentar:

  1. Wow das sieht echt hammer genial aus! Ich beneide Dich um Australien. Mein Australientraum ist leider geplatzt, dafür geht's im August für ein Jahr nach Brasilien und nach dem Abi dann nach Down Under :-)
    Freue mich auf weitere Beiträge!

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