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Mittwoch, 26. März 2014

Angkor Wat - Das Achte Weltwunder

Das ist überirdisch. Einfach nicht von dieser Welt. Das ist somit das beeindruckenste von Menschen Geschaffene, was ich je gesehen habe. Mein Weg führte mich zu den Tempelruinen von Angkor Wat. Angkor Wat war einst die Hauptstadt der Khmer, dem ersten großen Reich in Südostasien. Als Angkor Wat aufblühte, war an Bangkok oder Singapur noch lange nicht zu denken. Während sich in Angkor Wat bereits über eine Million Menschen tummelten, stand London gerade einmal mit 50000 Einwohnern in den Startlöcher. Die Ruinen sind 1000 Jahre alt. An ihrem Glanz haben sie allerdings nichts verloren. Dieser mystische Ort gibt einem Gänsehautfeeling. Etwas so Altes und dennoch so wunderschönes habe ich wirklich sehr selten gesehen. Nicht zu unrecht bezeichnen viele Angkor Wat als das Achte Weltwunder. Und diesem Ruf wird es absolut gerecht. Es ist ein riesengroßes Areal, ein Tempel eindrucksvoller als der Nächste. Ich brauchte 3 Tage, um die Ausmaße von Angkor Wat weitesgehend zu erfassen. 3 Tage?!?! Ich weiß, ich habe schon tausende Tempel in Asien gesehen und eigentlich sollte ich genug haben. Aber Angkor Wat ist anders. Vergesst alle Tempel und religiösen Gebäude, die ihr in  Südostasien gesehen habt. Angkor Wat ist das Nonplusultra der Tempel hier und stellt bei Weitem alle anderen in den Schatten. Angkor ist einfach magisch. Angkor liegt ca. 8km nördlich von Siem Reap. Der Fakt, dass es mitten im Dschungel liegt und nicht in einer Stadt, gibt dem Ganzen eine noch spektakulärere Atmossphäre. Angkor besticht zum einen durch die gewaltige Größe. Das Menschen zu so etwas vor 1000 Jahren in der Lage waren ist schier unglaublich. Hinzu kommt die architektonische Meisterleistung. Eigentlich gebe ich ja nicht viel auf Kunst. Aber die Art und Weise, wie die Tempel erschaffen wurden, ist eine architektonische Meisterleistung. Dann sind da noch die ganzen Verzierungen und Reliefs, die in die Steine gemeiselt wurden. Ohne Frage, dass ist ganz große Kunst. Als letztes ist da noch die Vereinigung mit dem Dschungel. Nach 1000 Jahren hat der Dschungel an vielen Orten überhand genommen und die Tempel sind nun zum Teil unzertrennlich mit dem Dschungel vereint. Ganz in Indiana Jones Manier. Angkor Wat wurde im 18 Jahrhundert von den Franzosen wieder entdeckt und seit den 1930er Jahren finden hier ganz aufwendige Restaurationsbemühungen statt. Unter anderem wurde die Statik der noch stehenden Bauwerke gesichert, der Dschungel zurück beschnitten, die Verzierungen erhalten und erneuert und gar ganze Tempelbereiche wurden mit den Originalmaterialen wieder aufgebaut. Es gibt 3 Hauptattraktionen in Angkor Wat. Die erste ist Angkor Wat selbst. Es ist der größte, glanzvollste, majestätischste und am besten erhaltenste aller Tempel. Bayon ist der architektonisch beeindruckenste und spirituellste aller Tempel und Ta Prohm ist der abenteurlichste und natürlichste, da sich hier der Dschungel im Bauwerk integriert hat.

Angkor ist natürlich die Touristenattraktion schlechthin in Kambodscha. So findet man unglaublich viele Touristen hier, vor Allem aus Asien, die echt überall Bilder machen müssen. Man sollte Angkor allein erkunden und größere Gruppenansammlungen meiden, um das ultimative Tempelgefühl in Angkor zu bekommen. Das ist mir mal mehr, mal weniger gelungen. Es gibt eine kleine 16km lange Schleife, auf der die populärsten Tempel liegen. Dann gibt es noch eine große 23km lange Schleife, auf der weitere Tempel liegen. Aber auch weiter weg von Angkor und Siem Reap liegen weitere Ruinen von Angkor. Der übliche Weg herumzukommen ist, entweder zu radeln oder mit einem Tuk-Tuk. Aus irgendeinen Grund kann man in Siem Reap keine Scooter mieten, was ideal für Angkor gewesen wäre. Ich entschied mich also füe ein Fahrrad, da es wesentlich günstiger war. Aber es war auch echt hart. Ich bin 70km gefahren in 2 Tagen. Das Schlimmste war aber die Hitze. 40°C und über 90% Luftfeuchtigkeit. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal soooo extrem geschwitzt habe. Das war echt hart an der Grenze. Am ersten Tag habe ich über 7 Liter Wasser getrunken.

So, aber genug Worte gesprochen. Es gibt nicht genug Worte, um Angkor Wat zu beschreiben. Deshalb werde ich Euch nun hauptsächlich Fotos präsentieren und einfach ein wenig dazu schreiben, denn Fotos sagen mehr als tausend Worte. Ich zeige Euch aber nur ein Bruchteil der Bilder, die ich geschossen habe. Manche Tempel lasse ich auch komplett weg, da ich jetzt hier nicht stundenlang über ganz Angkor Wat schreiben will. Ihr sollt ja nur einen Eindruck bekommen und dann selbst herausfinden auf eurem Weg nach Angkor Wat;)

Tag 1

Nachdem ich am Tag davor schon zum Sonnenuntergang da war, wollte ich am ersten Tag die kleine Schleife in Angriff nehmen und gleich die ganzen Highlights mitnehmen. 

Angkor Wat

Der glanzvollste aller Tempel. Es war die letzte große Hauptstadt bevor die Goldenen Jahre des Khmer Reiches vorübergingen. Ganz klar, wer einmal in Südostasien war, muss diesen majestätischen Tempel gesehen haben. Das Markenzeichen sind wohl die 5 Türme im Zentrum von Angkor Wat.









Angkor Thom

Angkor Thom ist eher eine Anammlung von Tempeln. Es ist das größte Areal in Angkor Wat und schließt Tempel wie die Bayon, Baphuon, Phimeanakas, Terrasse der Elefanten und die Terasse des Leperkönigs mit ein


Eines der 5 Eingangstore zu Angkor Thom

Bayon

Inmitten von Angkor Thom liegt die Bayon. Es der architektonisch beeindruckenste Tempel. Auch wenn hier vieles eingestürzt ist, packt einen die immense spirituelle Atmosphäre. Man hat das Gefühl, man kann einen Stein drücken und es öffnet sich irgendwo eine Geheimtür. Auf dem dritten Level starren einen dann unzählige übergroße Steingesichter an. Furchterregend. Und schließlich baut sich in der Mitte ein gigantischer Turm auf, der ein wenig wie der Turm von Babel aussieht.













Baphuon



Sonstige Tempel







Ta Keo





Ta Prohm

Der urigste aller Tempel. Der Dschungel läuft Amok hier. Wird auch als "Tomb Raider" und "Indiana Jones" Tempel bezeichnet. Der Film Tomb Raider mit Angelina Jolie wurde hier gedreht. Wie passend.



Vor und nach der Restaurierung







Tag 2

Am zweiten Tag habe ich mich auf die große Schleife begeben. Die Tempel sinf auch sehr anschaulich, aber nicht zu vergleichen mit den vom ersten Tag. So habe ich nach Beendigung der Schleife den Nachmittag noch einmal an Ta Prohm, der Bayon und Angkor Wat vorbeigeschaut, weil es so schön war.

Prea Khan

Hier sind vor allem die endlos langen Gänge beeindruckend, in denen man sich vorkommt, wie in einenm Spiegelkabinett. Am Ende gab es noch eine zweistufige alte Bibliothek zu sehen.








Sonstige Tempel






Tag 3

Am dritten und letzten Tag habe ich mir dann ein Motorrad mit Fahrer gegönnt, der mich zu den ganzen abgelegen Orten weiter weg von Angkor Wat und Siem Reap gebracht hat. Wir sind zu Banteay Srei gefahren, haben Kbal Spean (Fluss der 1000 Lingas) besucht und sind dann noch nach Beng Mealea gefahren.

Banteay Srei

Der Tempel ist bekannt dafür die feinsten und am besten erhaltensten Verzierungen zu besitzen






Kbal Spean (Fluss der 1000 Lingas)

Es ist kein Tempel. Aber hier mitten im Dschungel fließt ein Fluss, dessen Bett aus Stein besteht. Die Khmer haben hier Bilder in das Flussbett geschlagen. Ziemlich cool und mal was anderes als Tempel. Am Ende wartet dann noch ein Wasserfall, an dem heiliges Wasser herunterströmt.





Beng Mealea

Ganz am Ende meiner Reise durch die Tempel von Angkor Wat musste ich dannnoch ein neues Highlight hinzufügen. 60km von Siem Reap entfernt liegt Beng Mealea. Nicht viele Touristen kommen hierher, weil es soweit weg ist. Aber der Tempel ist atemberaubend. Er hat den gleichen Grundriss wie Angkor Wat. Aber hier ist der Dschungel total Amok gelaufen. Fast gar nichts wurde zurück geschnitten. Und so sieht man was passiert, wenn der Dschungel nach 1000 Jahren einen Tempel einnimmt. Sehr beeindruckend.
















Wow. Das waren sensationelle 3 Tage. Ich hoffe, ihr seit jetzt genauso sprachlos wie ich. Und wie gesagt, das war nur eine kleine Auswahl der Bilder. Angkor Wat ist einer dieser Orte auf Erden, wo man wirklich denkt, die Fantasywelt wird Realität. Das war ganz großes Kino und definitiv eines meiner Highlights in Südostasien. Aber nun reicht es wirklich mit Tempeln. Es hat sich ausgetempelt. Angkor war die Superlative und jetzt kann ich echt keine weiteren Tempel mehr sehen.

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