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Samstag, 7. Januar 2012

Willkommen in 2012!

Ich wünsche Euch allen ein frohes neues Jahr daheim. Willkommen in 2012. Es ist Zeit um die Vorsätze fürs neue Jahr umzusetzen. Ob ich mir Vorsätze gemacht habe? Nicht einen. Was soll ich mir auch für Vorsätze machen? Ich bin in Australien. Hier kann alles passieren, ob man will oder nicht.  Es ist nun fast Halbzeit auf meiner Reise und das Einzigste, was ich mir vorgenommen habe, die zweite Hälfte meiner Reise genauso so glanzvoll zu verbringen, wie die ersten 5 Monate. Würde ich nochmal nach Australien reisen, würde ich alles genauso noch einmal machen. Mittlerweile habe ich mit meinen in Australien verdienten Geld schon über 6000€ hier gelassen. Wahrscheinlich werde ich ohne Geld nach Deutschland zurückkehren. Aber was solls. Es war bis jetzt jeden Cent wert. Überhaupt hat sich meine Relation für Geld hier in Australien etwas verschoben. Als ich in Deutschland losgefahren bin dachte ich meine 8500€ sind eine Menge Geld mit denen ich Down Under gut klarkommen sollte. Es stellte sich schnell heraus, dass es in Australien gar nicht soviel Geld ist. Dies liegt nicht nur daran, dass hier alles so teuer ist und man überall eine Stange Geld lassen kann, sondern auch daran, dass man hier in der Woche auch mal unglaubliche 1000$ verdienen kann. Wenn ich mir meine Alben bei Facebook anschaue, dann kann ich es selbst kaum glauben, was ich bis jetzt hier schon erlebt habe. Mein Kollege Vadim von Abbott hatte mir mal geschrieben: „Du lebst dort echt deinen Traum“. Und er hat absolut recht damit.  Das trifft es genau. Und genau das werde ich auch noch bis August 2012 machen.
Bevor ich ins neue Jahr gestartet bin, war ich noch zwischen Weihnachten und Silvester 2 Tage arbeiten. Dabei habe ich mir wohl selber ein Neujahrsgeschenk gemacht. In Melbourne darf man vor 7 Uhr kostenlos mit der Metro fahren. Man braucht nur ein Early-Bird-Ticket. Dieses Ticket hatte ich und bin VOR 7 in die Bahn Richtung Arbeit eingestiegen. 7:20 kamen dann die Kontrolleure und sagten mir doch tatsächlich, dass mein Ticket nicht gültig ist. Ich habe gedacht, einmal vor 7 in die Bahn eingestiegen darf man bis zu seiner Haltestelle fahren, wo man austeigen will. Denkste. Punkt 7 brauch ich ein anderes gültiges Ticket. Die Kontolleure haben mir meine Mitleids- und Unschuldsnummer leider nicht abgekauft. Sie haben einen Report gemacht und wahrscheinlich bekomme ich dann ein Brief vom Department of Transport in ca. 5-6 Wochen und darf 170$ löhnen. Ein tolles Neujahrsgeschenk. Diesen Tag habe ich wohl dann umsonst gearbeitet. Wegen lächerlichen 20 Minuten. :D Naja, shit happens… Ich habe auch mal ein paar Bilder von der Arbeit gemacht.






Ich habe auch mal wieder festgetellt, dass die Welt einfach zu klein ist. Nicht nur, dass ich mittlerweile schon 5 Leute in Melbourne wiedergetroffen habe, die ich irgendwo während meiner Australienreise kennengelernt habe. Ich habe meinen Tauchschein Hannes im Hostel gezeigt. Es stellte sich heraus, dass der Vater meines Tauchlehrers in Cairns der Schullehrer in Deutschland von Hannes ist. Das ist echt so witzig manchmal hier.

Silvester in Melbourne war etwas glanzlos. Ich muss mich dafür entschuldigen, dass ich keine Bilder vom Feuerwerk gemacht habe, aber ich wollte meine Kamera nicht in den ganzen Menschenmassen mitschleppen. Aber ihr habt nichts verpasst. Von einer Brücke am Yarra River haben wir gespannt auf das Feuerwerk gewartet. Von den Wolkenkratzern und der Skyline wurde dann 10 Stunden eher als in Deutschland das neue Jahr eingeläutet. Das Feuerwerk war allerdings sehr spärlich. Keine aufregenden Raketen. Die Raketen, die abgeschossen wurden  erinnern mich an Raketensets, die ich selbst jedes Jahr im Supermarkt in Deutschland kaufe. Und das Ganze zur Musik in der Endlosschleife: „Don’t stop on the bridge. Keep moving please!“ :D Naja was solls. Es kann ja nicht alles perfekt sein in Melbourne. Danach haben wir noch eine feuchtfröhliche Nacht in Melbournes City verbracht. Ich war erst 7:30 morgens zurück im Hostel. Besonders habe mich mich über eine SMS gefreut, die ich von Malte, Ina, Phil und Hauke aus Dänemark bekommen habe, die mir alles Gute fürs neue Jahr gewünscht haben. Ihr seid awesome ;) Hier nun die einzigsten Bilder, die ich zu Silvester gemacht habe. Noch fragen? ;)





Die ersten Tage im neuen Jahr waren geprägt von unglaublich heißem Wetter. Bei über 40 Grad ging es erstmal zum Strand. Selbst vom Nichtstun hat man geschwitzt :) Mittlerweile fühlt es sich auch an, als ob ich bereits 2 Jahre in Melbourne leben würde. Arbeiten, Arbeiten und nochmals Arbeiten ist die Tage angesagt. Bisher konnte ich leider nur 2-3 Tage die Woche arbeiten und irgendwie nur genug Geld verdienen, um Hostel und Essen zu bezahlen. Aber jetzt bin ich jeden Tag arbeiten und ich kann endlich etwas Geld zurücklegen, um meine nächsten Vorhaben etwas entspannter anzugehen. Und genau das ist das Stichwort. Es ist Zeit, Melbourne zu verlassen und neue Orte zu erkunden. Ich habe den letzten Monat genug Alltagsleben in Melbourne genossen. 2-3 Wochen werde ich jetzt noch Arbeiten und dann geht’s weiter. Mein Masterplan für die letzten 6 Monate in Australien ist gewaltig. Nach Melbourne geht’s auf nach Tasmanien, Sydney, zurück nach Melbourne und die Great Ocean Road nach Adelaide. Von dort aus solls zum Red Center und zum Ayers Rock gehen,  bevor ich zum Abschluss dann von Perth die Westküste hoch nach Darwin reisen möchte. Mal schauen, ob sich das so umsetzen lässt. Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich mittlerweile mit dem Gedanken spiele nochmal für 2-3 Monate auf eine Farm zu gehen, um das 2nd Year Visa beantragen zu können, da es zeitlich ziemlich eng werden wird, wenn ich das alles so umsetzen möchte. Das ist natürlich mit einigen Nachteilen und Problemen verbunden. Ich würde einen ganzen Flug verlieren (mein Open-Return-Ticket ist ja nur ein Jahr gültig), Krankenversicherung, Handyvertrag in Deutschland und alles in allem weiß ich auch gar nicht, ob ich mir ein 2 Jahr in Australien finanziell überhaupt leisten könnte. Aber ich habe ja noch 6 Monate Zeit, um das herauszufinden.
Ich weiß, das hört sich alles traumhaft an, aber auch wenn das jetzt total kontrovers klingt, ich vermisse auch mein deutsches Leben und vor allem EUCH!  Abends liege ich oft im Bett und muss daran denken, wie schön doch jetzt alles in Deutschland wäre. Aber das ist wohl die Last, die man zu tragen hat, wenn man auf der anderen Seite der Erdkugel  unglaubliche und extreme Erfahrungen macht.

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